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„Everything, everywhere, all at once“ : Records in Contexts als zukunftsträchtiger Erschließungsstandard im Bundesarchiv?

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Archivschule Marburg

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Mit Records in Contexts (RiC) wurde ein neuer internationaler Standard zur Erschließung von Archivgut veröffentlicht, der Erschließungsdaten als kleine, maschinenlesbare Informationseinheiten erfasst und ihre Vernetzung als Linked Open Data (LOD) institutionsintern und -übergreifend ermöglicht. Die Transferarbeit untersucht Potenziale und Anwendungsmöglichkeiten von RiC in Kontrast zur traditionellen Erschließungspraxis und im Hinblick auf die Bedürfnisse des Bundesarchivs nach der Fusion mit der Behörde des/der Beauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU). Im Fokus steht hierbei insbesondere eine mögliche Stärkung interner Kommunikations- und Vernetzungsprozesse durch die Initiierung von abteilungsübergreifenden Erschließungsprojekten auf Basis der RiC-Ontologie. Demonstriert werden Verknüpfungsmöglichkeiten anhand der DDR-Überlieferung, im Speziellen der Bestände der Leitungsebenen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) und der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Ergänzt werden diese Überlegungen durch das externe Verknüpfungspotenzial im Bereich der internationalen Überlieferung von Geheimdienstunterlagen von Institutionen ehemaliger Ostblockstaaten. Insgesamt soll somit ein Beitrag zu aktuellen Debatten über die Modernisierung und Standardisierung des archivischen Erschließungsprozesses geleistet werden.

Schlagwörter

Archivkunde, Erschließung

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