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Aaron Beller
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Recent Submissions
Item type:Thesis, Open Access Mundgesundheit von Kindern unter Berücksichtigung des Migrationshintergrundes – Eine retrospektive Daten-Analyse(2025-12-15) Abazeed, Mohammad; Karl, Matthias; Jablonski-Momeni, AnahitaEinleitung: Die frühkindliche Mundgesundheit spielt eine zentrale Rolle für die allge- meine Gesundheitsentwicklung. Insbesondere die Kariesprävalenz sowie das Zahn- pflegeverhalten gelten als wesentliche Indikatoren. Kinder mit Migrationshintergrund sind durch sozioökonomische und kulturelle Barrieren besonders gefährdet, schlech- tere zahnmedizinische Ergebnisse aufzuweisen. Ziel dieser Studie war es, die Unter- schiede in der Kariesprävalenz, der Inanspruchnahme zahnmedizinischer Leistungen und der elterlichen Unterstützung beim Zähneputzen zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund zu untersuchen. Zusätzlich wurden die Unterschiede in der Art und Häufigkeit zahnärztlicher Behandlungen (z. B. Füllungen, Extraktionen, Fluoridan- wendungen) sowie das Alter bei Erstvorstellung erhoben, um ein umfassenderes Bild der Mundgesundheitsversorgung in frühen Lebensjahren zu erhalten. Fragestellung: Wie unterscheiden sich die Kariesprävalenz, Zahnarztbesuchsrate und das elterliche Unterstützungsverhalten zwischen Kindern mit und ohne Migrati- onshintergrund? Methodik: In einer retrospektiven Analyse wurden die Daten von 0- bis 6-jährigen Kin- dern aus einer zahnärztlichen Praxis in Marburg ausgewertet. Die Patientenkohorte umfasste 236 Patienten im Behandlungszeitraum von 2016 bis 2022. Die Daten wur- den anhand anonymisierter Patientenakten erhoben und statistisch ausgewertet. Ne- ben dem dmf-t-Index wurden die Häufigkeit von Zahnarztbesuchen sowie das elterli- che Verhalten bei der Zahnpflege erfasst. Die Ergebnisse wurden mittels Mann-Whit- ney-U-Test und c² -Test analysiert. Ergebnisse: Kinder mit Migrationshintergrund wiesen einen durchschnittlichen dmf-t- Wert von 2,1 ± 2,9 auf, verglichen mit 0,7 ± 1,9 bei Kindern ohne Migrationshintergrund (p < 0,0001). Die Anzahl kariöser Zähne zeigte keine signifikanten Unterschiede (0,4 ± 1,1 vs. 0,2 ± 0,7; p = 0,1). Bei fehlenden Zähnen war der Wert bei Kindern mit Mig- rationshintergrund signifikant höher (0,3 ± 1,0 vs. 0,1 ± 0,4; p = 0,03). Gefüllte Zähne waren ebenfalls häufiger (1,4 ± 2,2 vs. 0,4 ± 1,3; p < 0,001). Während 95,8 % der Zahnarztbesuche bei Kindern ohne Migrationshintergrund Routinekontrollen waren, lag dieser Anteil bei Kindern mit Migrationshintergrund bei 65,7 % (p < 0,001). Eltern mit Migrationshintergrund unterstützten ihre Kinder signifikant seltener aktiv beim Zäh- neputzen (34,3 % vs. 71,7 %; p < 0,001). Schlussfolgerung: Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder mit Migrationshintergrund eine höhere Karieslast, geringere Zahnarztbesuchsrate und weniger elterliche Unter- stützung erfahren. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit gezielter Präventions- programme, die soziale und kulturelle Barrieren überwinden. Sensibilisierungsmaß- nahmen sollten insbesondere auf die Stärkung elterlicher Unterstützung und frühzei- tige Prävention abzielen. Darüber hinaus deuten die Befunde auf relevante Unter- schiede in der therapeutischen Versorgung hin, etwa bei der Anzahl an Fluoridanwen- dungen und Füllungen. Dies legt nahe, dass nicht nur präventive Maßnahmen, son- dern auch der Zugang und das Behandlungsmuster migrationssensibel betrachtet und angepasst werden müssen, um gesundheitliche Chancengleichheit frühzeitig zu för- dern.Item type:Thesis, Open Access Bidirectional Synthesis of a Unilaterally Substituted Fluorotetracene(2025-12-12) Kenmogne, Ruth Esther Pessi; Koert, Ulrich; Zezschwitz, Paultheo vonThe synthesis of a new 1,10,11,12-tetrafluorotetracene with a C2-symmetry has been successfully achieved. Compared to 1,2,9,10,11-pentafluorotetracene, 1,2,10,12-tetrafluorotetracene and 1,2,12-trifluorotetracene, which were synthesize via a convergent route, the synthesis of the new 1,10,11, 12-tetrafluorotetracene was achieved via a bidirectional synthesis route. This allows simultaneous functionalization of both sides of the naphthalene derivative as the starting material and halves the number of steps required to synthesize the target molecule. The preparation of 1,10,11,12-tetrafluorotetracene was accomplished after overcoming three main challenges, namely the attachment of a lower side chain with a terminal alkene to the naphthalene derivative, followed by the introduction of the first two fluorine substituents, and finally the attachment of the upper side chain containing a fluoroalkene. After isolating the novel tetrafluorotetracene, it was characterised using NMR spectroscopy and cyclic voltammetry to determine its electrochemical data, as well as UV-Vis spectroscopy and fluorescence spectroscopy.Item type:Thesis, Open Access Remote Sensing based Renewable Energy System Recognition using Deep Learning(2025-12-12) Kleebauer, Maximilian; Bendix, JörgThe transition from fossil fuels to renewable energies is a key requirement for a sustainable energy future. Achieving this transformation requires not only technological innovation but also reliable, up-to-date, and spatially explicit data on existing infrastructures. For decentralized energy systems, precise information on the spatial distribution and technical characteristics of renewable energy systems is crucial. At the same time, the growing availability of satellite and aerial imagery provides unprecedented spatial and temporal resolutions, but extracting actionable insights at scale requires advanced deep-learning methods, particularly image-based recognition. This cumulative dissertation is guided by three central research questions: (1) How can training data for deep-learning models be generated efficiently and reproducibly? (2) How robust are segmentation approaches across different spatial resolutions and geographic contexts? (3) How can the positional accuracy of existing datasets of renewable energy systems be improved? The results show that registry and building data can be combined to automatically generate reproducible training datasets, reducing reliance on manual labeling. Multi-resolution segmentation improves robustness and transferability, enabling reliable recognition of photovoltaic systems across diverse regions and scales. Object-detection models systematically correct positional errors in wind-turbine datasets, enhancing their accuracy and reliability. The dissertation makes several key contributions. Methodologically, it advances automated training-data generation, multi-resolution segmentation, and object detection-driven coordinate correction. Applied contributions include open, validated datasets on photovoltaic systems and wind turbines, strengthening the empirical foundation for modelling, planning, and scenario development. Together, these contributions demonstrate how remote sensing and deep learning can be combined to improve data quality and support evidence-based energy-transition strategies.Item type:Thesis, Open Access Zellbiologische und systemische inflammatorische Effekte von Polystyrol-Partikeln(2026-02-09) Trippel, Nicole; Grote, KarstenDie vorliegende Arbeit untersucht die biologischen Effekte von PS-Partikeln auf zellulärer Ebene und auf verschiedene Organsysteme in einem experimentellen Mausmodell. Mikroplastik ist inzwischen allgegenwärtig in der Umwelt und wurde bereits in menschlichem Blut, Stuhl und Organen nachgewiesen. Dennoch sind die genauen Akkumulationsmuster, Mechanismen der Translokation innerhalb des Kreislaufsystems und die potenziellen gesundheitlichen Risiken weiterhin unzureichend erforscht. Ziel dieser Arbeit war es daher, die Auswirkungen von PS-Partikeln auf epitheliale Zellen, den Gastrointestinaltrakt, die Atheroskleroseentwicklung sowie Leber, Milz und Niere detaillierter zu untersuchen. Die Untersuchungen zur Bedeutung von PS-Partikeln für epitheliale Zellen erfolgten an der HEK-293-Zelllinie. Die Ergebnisse zeigten keine zytotoxischen Effekte der getesteten PS-Partikel, jedoch eine signifikante Induktion proinflammatorischer Gene wie TNF, IL6 und CXCL8. Zudem führten PS-Partikel zu einer Reduktion der Expression von F11R, was auf eine mögliche Beeinträchtigung der epithelialen Barrierefunktion hinweist. Die Analyse der intestinalen Genexpression nach PS-Partikelexposition ergab signifikante Veränderungen in der Expression inflammatorischer und mukosaler Gene im Gastrointestinaltrakt, eine Erhöhung von Il1b im Magen und von Muc2 im Ileum. Diese Effekte waren jedoch zeitabhängig und traten nur 24 Stunden nach einmaliger Exposition auf. Im Kolon hingegen zeigten sich keine ausgeprägten Veränderungen. Zudem wurde die Zusammensetzung des intestinalen Mikrobioms untersucht. Die Ergebnisse deuten auf eine veränderte bakterielle Diversität hin, darunter eine Zunahme von Flavonifractor, Drancourtella und Hydrogenoaerobacterium und eine Abnahme von Luteimonas und Dehalobacter was auf eine potenzielle Modulation des intestinalen Mikrobioms durch PS-Partikel hindeutet. Ein weiteres Ziel war die Untersuchung von PS-Partikeln auf die Atheroskleroseprogression. In zellulären Experimenten konnte keine vermehrte Schaumzellbildung nachgewiesen werden. Ebenfalls konnte in Apoe-defizienten Mäusen keine signifikante Erhöhung der Plaque-Bildung oder Gefäßentzündung nach PS- Partikelexposition festgestellt werden. Die Untersuchung der Leber zeigte eine signifikante Hochregulation des Akutphasenproteins Saa1 nach sechs Wochen Exposition mit PS-Partikeln, während inflammatorische Marker und fibroseassoziierte Gene keine signifikante Induktion aufwiesen. Histologische Analysen ergaben keine ausgeprägte Lipidakkumulation. In der Milz zeigte sich 24 Stunden nach einmaliger PS-Partikelexposition eine signifikante Hochregulation von Il6, während sich unter längerer Expositionsdauer von 6 Wochen keine nachhaltige inflammatorische Aktivierung nachweisen ließ. In der Niere konnten in den getesteten Zeiträumen keine signifikanten Veränderungen proinflammatorischer Marker festgestellt werden. Diese Arbeit liefert neue Erkenntnisse über die Auswirkungen von Mikroplastik, insbesondere von PS-Partikeln, auf verschiedene Organsysteme. Während keine ausgeprägten inflammatorischen oder toxischen Effekte festgestellt wurden, weisen bestimmte Veränderungen auf mögliche Langzeitrisiken hin. Zukünftige Studien sollten realistischere Expositionsmodelle mit einer größeren Bandbreite an Partikelgrößen, Polymertypen und Additiven verwenden, um die Gesundheitsrisiken von Mikroplastik für den Menschen besser einordnen zu können.Item type:Research Data, Open Access Verfahren gegen Arid U.(Philipps-Universität Marburg) Prof. Dr. Christoph Safferling; Jennifer Bobkov; Nicolai Bülte; Sarah Elabbass; Patricia Ernst; Florian Hansen; Sascha Hörmann; Franziska Kowalski; Nabila Malik; Kristina Miller; Florian Müller; Alexandra Rehm; Canan Sahid; Dorothesa Schulte-Uebbing; de Vries, HenningSeit dem 31. August 2011 begleiteten Marburger Studierende der Rechtswissenschaft das Strafverfahren gegen Arid U. Dem 21 Jahre alten kosovarisch-serbischen Staatsangehörigen wurde vorgeworfen, am Nachmittag des 2. März 2011 zwei Mitglieder der US-amerikanischen Streitkräfte getötet sowie die Tötung drei weiterer Soldaten versucht zu haben. Die Anklage gegen Arid U. lautete demnach auf Mord in zwei Fällen sowie versuchten Mord in drei Fällen, davon in einem Fall in Tateinheit mit schwerer und in einem weiteren in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung (§ 211, § 223 Abs. 1, § 224 Abs. 1 Nr. 2 und 5, § 226 Abs. 1 Nr. 1, § 18, § 22; § 23, § 52, § 53 StGB). Das Verfahren gegen Arid U. war neben dem Verfahren gegen den Ruander Onesphore R. der zweite Strafprozess, den die studentischen Prozessbeobachter*innen aus Marburg begleiteten. Die im Prozess auftretenden prozessualen und inhaltlichen Fragen wurden nicht nur dokumentiert, sondern auch in verschiedenen Lehrveranstaltungen genauer untersucht. Die auf diesen Seiten veröffentlichten Berichte geben lediglich einen Überblick über den Verfahrensverlauf. Die Teams der Projektgruppe erstellen zwar Tagesberichte, die in der Lage sind das Prozessgeschehen nahezu vollständig abzubilden, diese können jedoch erst nach Abschluss des Verfahrens bereitgestellt werden.