Mit Kindern über Naturwissenschaften sprechen. Eine Interventionsstudie zu Bedeutung und Wirkung der epistemischen Haltung von Erzieher*innen in Bezug auf Gespräche mit Kindern über Naturwissenschaften
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Philipps-Universität Marburg
Abstract
Die Dissertation „Mit Kindern über Naturwissenschaften sprechen. Eine Interventionsstudie zu Bedeutung und Wirkung der epistemischen Haltung von Erzieherinnen in Bezug auf Gespräche mit Kindern über Naturwissenschaften“ untersucht, wie die Überzeugungen und Einstellungen (epistemische Haltungen) von frühpädagogischen Fachkräften die Qualität und Wirksamkeit von Gesprächen mit Kindern über naturwissenschaftliche Themen beeinflussen. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Kinder bereits im Vorschulalter eine ausgeprägte Neugier für naturwissenschaftliche Phänomene zeigen und dass die Förderung dieser Interessen wesentlich für ihre kognitive Entwicklung und spätere Bildungserfolge ist. Die Arbeit bettet die Thematik in den bildungspolitischen und entwicklungspsychologischen Kontext ein und analysiert die gestiegenen Anforderungen an Kindertageseinrichtungen sowie die Bedeutung der Professionalisierung von Erzieher*innen.
Im Zentrum der Studie steht eine Interventionsmaßnahme: Erzieher*innen nehmen an speziell entwickelten Kommunikationstrainings teil, die darauf abzielen, ihre epistemischen Haltungen und ihre Gesprächsführungskompetenz im naturwissenschaftlichen Kontext zu stärken. Mittels einer Prä- und Postinterventionserhebung werden Veränderungen in den Überzeugungen und im professionellen Handeln der Teilnehmenden erfasst. Die Ergebnisse zeigen, dass gezielte Fortbildungen dazu beitragen können, epistemische Haltungen zu reflektieren und weiterzuentwickeln, was wiederum die Qualität der Interaktionen mit Kindern und die Förderung naturwissenschaftlicher Bildungsprozesse verbessern kann.