Biomechanische Belastungsversuche am distalen Femur – Vergleich der NCB-DF-Plattenosteosynthese gegenüber der NCB-DF Plattenosteosynthese mit zementaugmentierten kanülierten Kondylenschrauben unter Verwendung eines osteoporotischen Kadaverknochenmodells
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Philipps-Universität Marburg
Abstract
Basierend auf den vorliegenden Studienergebnissen könnte die neu entwickelte fenestrierte zementaugmentierbare Kondylenschraube eine vielversprechende Möglichkeit zur Fixation distaler Femurfrakturen bei Patienten mit reduzierter Knochenqualität sein, sowohl in Bezug auf die Versagenslast als auch auf die Handhabung bzw. Genauigkeit der Zementapplikation.
Die gemessenen Druckkräfte, die zum Versagen der Osteosynthese führten, waren bei den Proben mit zementierten Kondylenschrauben signifikant höher als bei nicht zementierten Proben. Hingegen zeigten Steifigkeit und plastische Verformung keinen signifikanten Unterschied zwischen beiden Gruppen. Die erforderliche Elastizität und Mikrobewegung für die Kallusbildung bleiben zugunsten der Knochenheilung erhalten. Dadurch können eine frühzeitige Mobilisierung der Patienten gefördert und Sekundärkomplikationen im Heilungsverlauf minimiert werden. Die kanülierte Schraube ermöglicht eine verbesserte Zementapplikation im operativen Ablauf sowie eine bedarfsgerechte Neupositionierung.
Größere Vergleichsstudien sind erforderlich, um die klinische Wirksamkeit genauer abzugrenzen. Zukünftige Ansätze werden sich auf ein optimiertes Schraubendesign konzentrieren, um die Implantatintegration weiter zu verbessern.
Based on the present study results, the newly developed fenestrated cement-augmentable condylar screw could be a promising option for fixation of distal femur fractures in patients with reduced bone quality, both in terms of failure load and handling or accuracy of cement application.
The measured compressive forces that led to osteosynthesis failure were significantly higher in the samples with cemented condylar screws than in non-cemented samples. On the other hand, stiffness and plastic deformation showed no significant difference between the two groups. The elasticity and micro-movement required for callus formation are retained for the benefit of bone healing. This can promote early mobilization of patients and minimize secondary complications during the healing process. The cannulated screw enables improved cement application during the surgical procedure as well as repositioning as needed.
Larger comparative studies are required to define clinical effectiveness more precisely. Future approaches will focus on optimized screw design to further improve implant integration.
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