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Grimms Märchen im Wandel : sprachliche Phänomene im Auflagenvergleich

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Schäfer, Lea

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Die „Kinder- und Hausmärchen“ (KHM) der Brüder Grimm zeichnen sich durch eine einzigartige, jahrzehntelange Editionsgeschichte aus, in der Wilhelm Grimm die Texte von Auflage zu Auflage intensiv bearbeitete. Als Verschriftlichung mündlicher Erzähltradition bewegen sich die KHM in einem permanenten Spannungsfeld zwischen konzeptioneller Mündlichkeit und Schriftlichkeit. Neben zahlreich vorliegenden literaturwissenschaftlichen Analysen sind dezidiert linguistische Untersuchungen dieses „Sprachtresors“ (Winzer 2021: 17) bislang rar. Die vorliegende Arbeit untersucht die übergeordnete Frage, ob es eine spezifische Märchensprache gibt und wie darin im Laufe der fortwährenden Bearbeitung gezielt Strukturen von Mündlichkeit als stilistisches Mittel eingesetzt werden. Auf Basis eines Korpus der sieben zu Lebzeiten Wilhelm Grimms erschienenen Großen Ausgaben der KHM (1812–1857) wird ein Auflagenvergleich durchgeführt. Dabei werden drei spezifische sprachliche Einzelphänomene empirisch untersucht: die Verwendung von bei als Direktivpräposition (als hessisches Dialektmerkmal), die Verberststellung in Redeeinleitungen (als Marker für Mündlichkeit und Narrativität) sowie Diminution mittels -chen und -lein (als Dialekt- und Märchenstereotyp).

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Hoppe, Johanna: Grimms Märchen im Wandel : sprachliche Phänomene im Auflagenvergleich. : 2025-08-22. DOI: https://doi.org/10.17192/openumr/804.

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