Sammlungsdigitalisierung an der Philipps-Universität Marburg 3
Loading...
Date
relationships.isAuthorOf
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
Abstract
Die nachfolgenden Ausführungen behandeln das Thema Metadaten für Sammlungsrepositorien. Im Zentrum steht ein weiterentwickelter Vorschlag (Version 2.0) für ein gemeinsames Metadatenschema der digitalen Daten wissenschaftlicher Sammlungen an der Philipps-Universität. Dieses Schema soll bei der Umsetzung eines sammlungsübergreifenden Objektportals verwendet werden. Diese Publikation stützt sich auf die initiale Entwicklung (Version 1.0) des Metadatenschemas von Alexander Maul.
Um die Weiterentwicklung zu ermöglichen, haben mehrere Fachinstitutionen und Partnereinrichtungen das Metadatenschema Version 1.0 einem Review unterzogen: So haben Anmerkungen und Hinweise von NFDI4Culture, der Koordinierungsstelle wissenschaftliche Sammlungen in Deutschland, dem Datenkompetenzzentrum Sammlungen, Objekte, Datenkompetenzen (SODa), vom Sachgebiet Digitalisierung und Metadaten der Universitätsbibliothek der Philipps-Universität Marburg sowie vom initialen Autor Alexander Maul Eingang in die Weiterentwicklung des Metadatenschemas gefunden. Allen Beteiligten danken wir sehr herzlich für den profunden fachlichen Review.
Die vorliegenden beschreibenden Abschnitte zu den Metadatenfeldern wurden entsprechend gegenüber Version 1.0 wie folgt teilweise abgeändert:
(1) Die Weiterentwicklung des Metadatenschemas berücksichtigt nun Herausforderungen im Bereich der Provenienz und Sensibilität. Insbesondere komplexe Provenienzen, wie sie beispielsweise in kolonialen Kontexten oder bei medizinhistorischen Humanpräparaten auftreten, werden explizit vermerkbar. Zudem adressiert das Metadatenschema nun systematisch ethische und rechtliche Aspekte. Sensible Inhalte, wie menschliche Überreste oder historisch problematisches Fachvokabular etwa in Form von antisemitischen oder rassistischen Begriffen, können durch dedizierte Disclaimer, eingeschränkte Sichtbarkeiten und Zugriffsrechte kontrolliert, dokumentiert und geschützt werden. Die Flexibilität der Konfiguration des Metadatenschemas ermöglicht eine differenzierte Anpassung an sensible Kontexte mit Regelungen zur Zugriffssteuerung und zur Vermeidung unerwünschter Veröffentlichung. Damit berücksichtigt das Metadatenschema nun die gemeinsame Verpflichtung, die koloniale Vergangenheit in Museen und Sammlungen aufzuarbeiten. Dieser Ansatz entspricht damit auch schon den Empfehlungen der gemeinsamen Erklärung vom 14. Oktober 2025, die die Staatsministerin des Bundes für Kultur und Medien, die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, die Kulturministerinnen und Kulturministern der Länder sowie die kommunalen Spitzenverbänden ausgesprochen haben.
(2) Weiterhin haben wir für die vorliegende Fassung auf eine erneute Publikation der technischen Beschreibung der kontrollierten Vokabulare und Normdaten verzichtet, da keine signifikanten Änderungen vorgenommen wurden.
Diese überarbeitete Ausgabe basiert auf der Publikation „Sammlungsdigitalisierung an der Philipps-Universität Marburg 3“, ursprünglich veröffentlicht unter CC BY 3.0. Die vorliegende Version 2-0 steht unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz (CC BY 4.0).
Diese überarbeitete Ausgabe basiert auf der Publikation „Sammlungsdigitalisierung an der Philipps-Universität Marburg 3“, ursprünglich veröffentlicht unter CC BY 3.0. Die vorliegende Version 2-0 steht unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz (CC BY 4.0).
Description
Keywords
Metadaten, Sammlungsdigitalisierung, Provenienzen, Archivwesen, Medien- und Informationsdienste, Datenbank, Sammlungsobjekte, Digital Humanities, Digitale Infrastruktur, Forschungsdatenmanagement, Universitäre Sammlungen, Grundarchivierung, Objekterfassung, Linked Open Data, FAIR-Prinzipien
Citation
Collections
Endorsement
Review
Supplemented By
Referenced By
License
Except where otherwised noted, this item's license is described as Attribution 4.0 International
