Der Tod des Herrschers. Aspekte der zeremoniellen und literarischen Verarbeitung des Todes politischer Führungsfiguren
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Philipps-Universität Marburg
Abstract
Die vier Beiträge des Bandes untersuchen, wie der Tod des Herrschers sich auf die Stabilität der Herrschaft selbst auswirkt - ein Problem, welches historischen Wandlungen unterliegt. Im Tod des Fürsten werden die Kontingenz menschlicher Existenz und irdischer Ordnung zugleich sichtbar. Deren Interdependenz wird hinterfragt. Wie Gesellschaften den Tod ihrer politischen Führer verarbeiteten - vor allem, wenn ihre Existenz semantisch an den Fortbestand der Einherrschaft gebunden ist, ist ein dringendes Problem bis in die europäische Frühe Neuzeit hinein. Gefragt wird auch, ob dieses Problem im Übergang zur repräsentativen Verfassung verschwand, oder ob es in transformierter Form weiterlebte.
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