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Reichert Verlag
Abstract
Dieses Buch widmet sich dem Massaker von Hama im Jahr 1982, das jahrzehntelang zu den stärksten Tabus der syrischen Gesellschaft zählte. Anhand literarischer Darstellungen und Deutungszuschreibungen werden Formen des Schweigens, Erinnerns und Erzählens im Zusammenhang mit dem Massaker analysiert. Die Untersuchung zeigt, wie eng der Kampf um Deutungshoheit über dieses Massaker mit der Aushandlung von Machtstrukturen unter dem Assad-Regime verbunden war und inwiefern literarische Stimmen im Kontext staatlich verordneten Schweigens alternative Erinnerungsräume eröffnen können. Die Studie bezieht bisher wenig sichtbare Perspektiven ein, indem sie die Analyse literarischer Werke mit Interviews mit Zeitzeug:innen verbindet, und leistet so einen Beitrag zum Verständnis der Dynamiken von Erinnerung und Schweigen in autoritären Systemen sowie der Rolle von Kunst und Literatur in Prozessen der Aufarbeitung und Transitional Justice.
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Philipps-Universität Marburg
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